
Verwendetes Malz
5 kg Premium Pilsner Malz extra hell
Verwendeter Hopfen
20g Cascade – 60 min – kochen
20g Cascade – 30 min – kochen
10g Cascade – 15 min – kochen
Verwendete Hefe
Mangrove Jack´s M76 – Bavarian Lager
Aus der Not eine Tugend machen – das trifft es am ehesten.
Ich habe von diversen Brauversuchen noch Cascade-Hopfen mit verschiedenen Alpha Werten „über“ gehabt und mehr oder weniger durch Zufall noch 5kg Pilsner Malz gefunden. Das gepaart mit der Lust einfach mal wieder einen Sud aufzusetzen ergab ein SMASH „Pils“. (SMASH steht für Single Malt and Single Hop, also die Verwendung nur einer Malz- und einer Hopfesorte)
Keine „Vorlieben“, keine großen Überlegungen wie die Schüttung zusammengestellt werden soll, kein Hopfen aufeinander abstimmen. Nur rein in den Kessel und und das Maischprofil durchfahren.
Es wurde 15 Minuten Proteinrast bei 50 °C eingelegt, gefolgt von 30 Minuten Beta-Amylase (Maltoserast) bei 63 °C, 30 Minuten Alpha-Amylase (Verzuckerungsrast) bei 70 °C und last but not least noch 10 Minuten Mash Out bei 78 °C.
Die Hefe wurde rehydriert zur Würze gegeben. Zum anstellen einen Tag bei 14 °C und 14 Tage Hauptgärung bei 10 °C. Danach hab ich sie sicherheitshalber noch mal für 3 Tage hochgesetzt auf 14 °C als eine Art „kurzer Dicatylrast“. Ein Cold Crash bei 4 °C für 3 Tage sollte für etwas Klärung sorgen.
Herausgekommen ist ein sehr schlankes, für meinen Geschmack etwas zu „wässriges“ Bier, was das Mundgefühl anbelangt. Nasal dominierte eher das Zitrusaroma, wobei geschmacklich eher Gewürz und Kräuter im Vordergrund standen. Es mag aber auch sein, dass ich sensorisch nicht der Beste bin und ich hier „florale“ Noten mit „kräutrigen“ Noten verwechselt habe. Hätte ich noch Hopfen über gehabt, hätte ich auch mehr als die jetzigen 33 IBUs angesetzt.
Bedingt durch das „extra helle“ Malz ergab sich auch ein wirklich sehr helles Bier, was nach 3 Wochen Reifung glasklar war.


