
Verwendetes Malz
4kg BEST Munich
3kg Extra Pale Premium Pilsner
500g Carared
200g Chocolate
Verwendeter Hopfen
40g Perle – 25 min – kochen
40g East Kent Goldings – 10 min – kochen
20g Styrian Goldings – 4 Tage Hopfenstopfen
Verwendete Hefe
Fermentis S-04
Angedacht war das „Kiely-Christmas“ als sehr vollmundiges Winter Gewürzbier, was aber dennoch „etwas mehr Umdrehungen“ hat.
Angedacht deshalb, weil final nichts draus wurde – der erste Sud, welchen ich unter ständigem rühren in den Ausguß verabschiedet habe. Aber eins nach dem anderen
Um einen guten Alkoholgehalt zu erreichen, habe ich die Schüttung mit 52% Münchner Malz und 39% Extra Pale Pilsner Malz versehen. Das Münchner Malz sollte dafür sorgen, das der malzige und vollmundige Charakter später raussticht. Warum ich (für ein dunkles, stärkeres Bier) Extra Pale Pilsner Malz mit nicht unerheblichen 39% dazugegeben habe? Ich weiss es nicht mehr genau – aber ich glaube „das musste noch weg“. Das würde ich so definitiv nicht mehr machen. Das Pilsner hat in sein einem Bier nichts zu suchen.
Um den Geist der Weihnacht und Noten von Karamell und Toffee in die Flasche zu bekommen, würden noch 6,5% Carared dazugegeben, getoppt werden sollte das Ganze mit nussigen und schokoladigen Aromen – eben weihnachtlich – für das 2,6% Choclate Malz zuständig sein sollte.
Die IBUs sollten relativ gering ausfallen. Um und bei 25 IBU waren das Ziel. Dazu wurden 40g Perle-Hopfen bei einer verbleibenden Kochzeit von 25 Minuten hinzugegeben. Sie sollten den Hauptteil der Bitterung herbeiführen und zeitgleich florale und kräutrige Aromen beigsteuer, welche sich aber spürbar nur im Hintergrund aufhalten. 10 Minuten vor Kochende wurden dann noch 40g East Kent Goldings Hopfen beigesteuert, welche den Hauptteil von Kräuterarmomen trugen. Um das Kräutrige abzurunden und eine leichte „holzige“ Note sowie Gewürz beizusteuern, würden für 3-4 Tage 20g Styrian Goldings gestopft.
Allerdings sollte Weihnachten mittels Gewürzen verzaubert werden. Aus diesem Grund wurde neben der obligatorischen Whirlfloc-Pille, 15 Minuten vor Kochende noch 5 Minuten vor Flamme aus 3 Stück Zimtstangen, 1/2 Teelöffel Muskatnuss, 15g Bitterorangenschale und 1 Anisstern dazugegeben – letzteres sollte sich später als Fehler herausstellen.
Für die Fermentierung sorgten 2 Packungen „Fermentis S-04“ mit 7 Tagen Hauptgärung bei 19°C, 2 Tage obligatorische Diacetylrast. Da in meiner Vorstellung noch etwas beeriges gefehlt hat, wurden nach der Diacetylrast ca 400 ml Cranberry Extrakt zugefügt. Ein Cold Conditioning sowie Cold Crush beendeten das Gärprofil.
Es wurde im Anschluss abgefüllt und mittels Zucker auf ein CO2 Volumina von 2,8 geschossen.
Nach 4 Wochen Reifezeit, war die erste Verkostung dran. Und ja, was soll ich sagen. Der Anis hat sich so durchgesetzt, dass das Finale Bier fast nach nichts mehr anderem geschmeckt hat. Es war zwar drinkbar, aber der gesamte Mundraum war ausgefüllt mit dem Aroma von Anis. Ich mag Anis eigentlich, aber eben nicht in der Menge. Ich würde höchstens 0,5 oder sogar nur 1/4 Anisstern dazugeben, wenn ich das Bier nochmal ansetze.
Lesseon learend – Fehler gehören halt auch dazu 🙂


